In Bremen muss jemand auf den Tisch hauen

Ein vollgepacktes Sport-Wochenende liegt hinter uns und in dieser Woche geht es schon direkt weiter mit den Olympischen Winterspielen in Mailand. Horst Steffen hatte am Sonntag im Gegensatz zu einigen Anderen allerdings nichts zu feiern. Nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Sieg und Platz 15 in der Tabelle verliert er seinen Trainerposten bei Werder Bremen. Zunächst aber zu den beiden Highlights der letzten Tage.

Alcaraz macht Career-Grand-Slam perfekt
Im Finale der Australian Open gewinnt der spanische Tennisspieler Carlos Alcaraz in vier Sätzen gegen den Altmeister Novak Djokovic. Mit gerade einmal 22 Jahren ist er nun der jüngste männliche Tennisspieler, der alle Grand-Slam Turniere mindestens einmal gewonnen hat. Nur Steffi Graf war 1988 mit 19 Jahren noch jünger. Bei den Frauen gewann die Kasachin Jelena Rybakina gegen Aryna Sabalenka ihren zweiten Grand-Slam Titel.

DHB-Männer sind Vize-Europameister
Bei der Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden zeigte die deutsche Mannschaft, dass sie wieder zur Weltspitze gehört. Im Finale gegen den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Dänemark zeigten sie lange Gegenwehr und konnten den Rückstand gering halten. Am Ende waren es aber doch wieder die Dänen, die sich mit ihrem unfassbar schnellen und technisch starken Handball den Europameistertitel holten. Für Deutschland ist es die zweite Silbermedaille nach der überraschenden Vize-Weltmeisterschaft der Frauen im vergangenen Dezember. Es scheint sich eine erfolgreiche Zeit für den deutschen Handball anzubahnen.

Thema der Woche - Man kann nicht ewig warten

Quelle: Werder Bremen via Instagram


Als Fan von Werder Bremen ist die Entlassung von Trainer Horst Steffen natürlich das Thema der Woche. 10 Spiele in Folge ist man jetzt ohne Sieg und das Spiel am Samstag gegen Gladbach war der Tiefpunkt der letzte Wochen und Monate. Absolut keine Kreativität nach vorne und hinten bei Kontern extrem unsicher und anfällig. Auch wenn man gegen tendenziell noch schlechter spielende Gladbacher irgendwie noch den Punkt geholt hat, kann man nicht immer darauf vertrauen in den letzten 10 Minuten irgendwie noch einen Ball ins Tor gegurkt zu bekommen. Und so ansehnlich unser Ballbesitz-Fußball unter Horst Steffen auch war, so ineffektiv war er auch. Verletzungen in der Abwehr und die Tatsache, dass man nach dem Abgang von Marvin Ducksch und der Farce mit Boniface keinen richtigen Torjäger hatte, kamen erschwerend dazu. Eine Entlassung von Horst Steffen musste leider die Folge sein, auch wenn ich glaube, dass wir irgendwie den Klassenerhalt auch mit ihm schaffen könnten.
Ein neuer Trainer soll jetzt frischen Wind bringen. Ich hoffe, dass man sich in der sportlichen Führung mal was traut und jemanden holt, der nicht so ruhig und besonnen ist wie die letzten Trainer Ole Werner oder eben Steffen. In dieser Situation braucht man jemanden der richtig auf die Kacke haut, denn auch auf dem Platz war es für mich die ganzen letzten Jahre eigentlich schon etwas zu brav. Dabei darf aber die Schönheit des Spiels, die den Werder-Fußball spätestens seit dem Double 2004 ausmacht, nicht verloren gehen. Die muss gepaart werden mit dem Mut und Willen Spiele zu gewinnen. Dann kommt man auch wieder in ruhige Fahrwasser und kann in der nächsten Saison wieder angreifen.

Das wars von mir. Danke fürs Lesen, ich hoffe es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Mal.

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