Nach der WM ist vor der Premier League
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| Quelle: PDCDarts via X |
Am gestrigen Montag wurde endlich die brennende Frage geklärt, wer im Jahr 2025 an der ruhmreichen Darts Premier League teilnehmen wird. Dabei kam es zu mindestens einer Überraschung.
Was ist die Premier League?
Auch wenn es nur ein Einladungsturnier ist, und das Preisgeld deshalb nicht in die Weltrangliste mit einfließt, gilt die Premier League als eines der größten Turniere im Darts. Im aktuellen Format treten jährlich die Top 4 der Order of Merit sowie vier ausgewählte Spieler gegeneinander an. Ab dem 6. Februar spielen sie 17 Wochen lang jeden Donnerstag jeweils ein Mini-Turnier mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Dabei werden für den Einzug ins Halbfinale 2 Punkte, das Finale 3 Punkte und den Turniersieg 5 Punkte vergeben. Nach 16 Spieltagen bildet sich daraus eine Tabelle, bei der die ersten vier in die Playoffs einziehen. In zwei Halbfinals und dem Finale wird dann schließlich der Sieger der Premier League ermittelt. Die Spielorte wechseln dabei wöchentlich. Ein Großteil findet in Großbritannien statt, aber es gibt auch Spieltage in Irland sowie Berlin und Rotterdam. Die Playoffs und das Finale werden am 29. Mai in London ausgespielt.
Wer ist 2025 dabei?
Wie üblich nehmen auch in diesem Jahr die aktuellen Top 4 der Welt automatisch an der Premier League teil. Das sind in diesem Fall der Weltmeister von 2024 Luke Humphries, der neue Weltmeister Luke Littler, Vize-Weltmeister Michael Van Gerwen und der Engländer Rob Cross. Die restlichen Teilnehmer werden von der PDC (Professional Darts Corporation) ausgewählt. Als WM-Halbfinalist und Nummer 5 der Welt ist Stephen Bunting zum ersten Mal seit 2015 wieder dabei. Ebenfalls dabei sind der Weltmeister von 2021 Gerwyn Price, Chris Dobey und Nathan Aspinall. Price und Aspinall könnten vor allem durch eine gute Weltmeisterschaft überzeugen und bringen einen gerne gesehenen Marketing-Effekt mit. Chris Dobey konnte hingegen über konstante Leistungen im Jahr 2024 auf sich Aufmerksam machen und ist als Nummer 10 der Welt nun das zweite Mal nach 2023 dabei. Obwohl viele vorher damit gerechnet haben, ist der Belgier Dimitri Van den Bergh nicht nominiert worden. Trotz des Sieges bei den UK-Open 2024 und mehreren Viertel- und Halbfinals bei Major-Turnieren wurde er nicht berücksichtigt. Ein Grund dafür wird wahrscheinlich die Vermarktung gewesen sein, die man durch die Polarisierung von Gerwyn Price und dem sehr beliebten Walk-On-Song "Mr. Brightside" bei Nathan Aspinall eher bekommt als mit Van den Bergh.
Wer sind die Favoriten?
Als Weltmeister und Titelverteidiger von 2024 ist Luke Littler der absolute Top-Favorit. Allerdings werden Luke Humphries nach der schlechten WM und Michael Van Gerwen nach der Niederlage im WM-Finale sicher wieder voll angreifen. Einen Stephen Bunting sehe ich auch als gefährlich ein, auch wenn es am Ende vermutlich auf einen der ersten Drei hinausläuft. Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

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