Bayern verfällt in alte Muster und Leverkusen macht Leverkusen-Dinge - Die deutsche Meisterschaft ist nun endgültig entschieden!

Mit 13 Punkten Vorsprung auf den FC Bayern geht Bayer Leverkusen in die letzten 7 Spiele der Bundesliga Saison 2023/24 und steht vor einem historischen Erfolg. Denn es wäre nicht nur die erste Meisterschaft für die Werkself und damit auch der erste Titel nach dem DFB-Pokal Sieg 1993, sondern auch der Stopp einer 11 Saisons langen Serie des großen FC Bayern München. Als Nicht-Bayern-Fan kann man fast schon von Erleichterung sprechen. Diese nach der letzten Saison, in der Borussia Dortmund am letzten Spieltag die Nerven doch noch verliert, scheinbar nicht zu brechende Dominanz ist endlich zu Ende. Denn eine Aufholjagd ist nach der 2:0 Niederlage gegen den BVB mittlerweile auch für einen Thomas Tuchel nicht mehr vorstellbar. Deshalb schickte er auch bereits Glückwünsche in Richtung Rhein.

Dortmund nutzt die Schwächephase und gewinnt nach 10 Jahren wieder in München

Der Klassiker ging in der Berichterstattung eigentlich nahezu unter, nachdem die deutsche Nationalmannschaft in der Länderpause so brilliert hatte. Umso schwerer tat sich auch der FC Bayern am Samstagabend. Bereits nach kurzer Zeit mit lagen sie mit 0:1 hinten, ein Tor bei dem Neuer-Ersatz Sven Ulreich durchaus unglücklich aussieht. Der BVB spielt währenddessen eines seiner besten Spiele seit langem, außerhalb der Champions League. Die Bayern hingegen mit viel Ballbesitz aber letztendlich zu ideenlos. Deshalb die logische Konsequenz das 2:0 zum Endstand für den BVB. Bayern fiel in diesem Spiel wieder in alte Muster, die man vor der Länderspielpause zumindest ein wenig abgelegt hatte. Jetzt war auch der letzte Glaube an eine mögliche Aufholjagd und damit 12. Deutsche Meisterschaft abhandengekommen und muss sich eventuell sogar noch Sorgen um Platz 2 machen.

"Never change a running system!" Aber macht es doch nicht so spannend

0:1 Rückstand bis zur 88. Minute und dann noch gewinnen - das ist Leverkusen-Style. Erneut stand die Werkself vor ihrer ersten Saisonniederlage und erneut drehen sie noch das Spiel. 39 Spiele in Folge ist man inzwischen ungeschlagen und hat damit die perfekte Saison im Blick. Denn auch in der Europa League sowie im DFB-Pokal hat man beste Chancen den Titel zu holen. Dabei machte es die TSG Hoffenheim es Leverkusen gestern ziemlich schwer. Durch ein wunderbares Tor von Nationalspieler Maximilian Beier lagen die Kraichgauer in Führung und hielten diese auch nach mehr als 20 Torschüssen von Bayer. Bis zur 88. Minute, in der Robert Andrich zum Ausgleich trifft. Danach nahm das Spiel seinen Lauf und Patrik Schick erzielt in der 91. Minute den Siegtreffer. Dieses Spiel zeigt mal wieder, warum Leverkusen auf Platz 1 steht und nicht der FC Bayern. Man kämpft als Mannschaft bis zum Schluss und gibt niemals auf. Gegen Qarabag in der Europa League hat man dies noch deutlicher erkennen können. Aber mit diesen Last-Minute-Treffern strapaziert man ganz sicher die Nerven der Zuschauer und Fans. Wie gut, dass die zumindest die Bundesliga schon entschieden ist ...

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Werders Umbruch wird doch größer als bisher angenommen - Thema der Woche

Chaotischer Formel 1-Saisonstart, Wellinger gewinnt die RawAir und Meisterkampf in der Bundesliga - DAS war wichtig!

Brauchen wir die Nations League wirklich? - Thema der Woche