Die Formel 1-Saisonvorschau 2026
Passend zum Saisonstart 2026 melde ich auch mal wieder. Denn am kommenden Wochenende beginnt die neue Formel 1 Saison. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Neue Autos, neue Motoren und neue Teams. Wer wird am Ende ganz oben stehen? Sind es die üblichen Verdächtigen oder gibt es Überraschungen? Hier kommt meine Prognose!
Fahrerweltmeister 2026: George Russell
Fangen wir direkt mit der spannendsten Frage überhaupt an: Wer wird Weltmeister 2026? Nach dem Dreikampf im letzten Jahr zwischen Max Verstappen, Oscar Piastri und dem neuen Weltmeister Lando Norris wird, stellt sich natürlich die Frage nach der Titelverteidigung. Viele haben schon Ende 2025 gesagt, dass Norris eine Eintagsfliege werden kann, wenn er nicht ein dominantes Auto hat. Und tatsächlich gehe ich mit dieser Einschätzung auch mit. Man muss ihm hoch anrechnen, dass er gerade nach dem Zandvoort-Rennen, wo er mit einem Motorschaden ausschied, sich zurückgekämpft hat, während sein Teamkollege Oscar Piastri scheinbar ins Grübeln kam. Hinzu kam ja dann auch noch ein wiedererstarkter Max Verstappen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wenn Ferrari, Mercedes und RedBull besser oder auf Augenhöhe sind, Lando Norris nicht der Fahrer sein wird, der sich dann durchsetzen kann.
Doch gerade bei einem neuen Reglement kommt es vor allem auf das Team und das Auto an. Nach den Testfahrten kann man immer noch nicht viel sagen, außer, dass Mercedes und Ferrari vermutlich zu Beginn vorne sind. Aus dieser Prämisse heraus, ergibt sich bei mir mein Tipp für George Russell als Weltmeister.
Von den vier Fahrern dieser beiden Teams, schätze ich ihn als den konstant schnellsten ein. Kimi Antonelli wird auch in seinem zweiten Jahr noch weiter lernen müssen und bei Lewis Hamilton und Charles Leclerc haben insbesondere das letzte Jahr, bei Leclerc die Jahre davor, gezeigt, das oft diese Kontinuität im Rennen und den Ergebnissen fehlt. Trotzdem würde ich mir natürlich mal wieder einen Ferrari-Weltmeister wünschen.
Konstrukteurs-Weltmeister: Ferrari
Den Titel, auf den die Scuderia seit 2008 wartet prognostiziere ich aber immerhin für die Konstrukteurs-WM. Denn im Gesamten gehe ich davon aus, das Antonelli bei Mercedes der Knackpunkt sein könnte, weshalb dieser Titel nicht nach Brackley wandert.
Best of the Rest: Williams/Sainz
Kommen wir zum Geschehen hinter den vier Top-Teams. An dieser Konstellation wird sich laut den Testfahrten zunächst wohl nichts ändern. Aber dahinter wird es spannend. Haas zeigte sich überraschend konstant als fünfte Kraft und sammelte viele Runden und Daten. Scheinbar zahlt sich die Partnerschaft mit Toyota bereits jetzt schon aus. Auf einem ähnlichen Niveau rangierten zeitgleich auch Williams und Alpine. Vor allem für die Franzosen wäre es nach zwei echt dürftigen Jahren ein großer Schritt nach vorne, was auch am neuen Motor von Mercedes liegen könnte. Williams scheint an die Entwicklung der letzten Saisons anzuknüpfen und könnte mit dem vielleicht besten Fahrerduo im Mittelfeld auch mal weiter vorne angreifen. Das ist auch mir der ausschlaggebende Punkt, weshalb ich das Team sowie Carlos Sainz als Fahrer als Best of the Rest einordne.
Letzter: Aston Martin/Stroll
Schauen wir ganz nach hinten ins Feld. Mit zwei neuen Teams im Feld gibt es natürlich heiße Anwärter auf den elften und 22. Platz. Cadillac fängt dabei bei Null an und muss sich erst an den ganzen Rennzirkus gewöhnen. Obwohl man wenig gefahren ist, lief es ansonsten relativ solide, denn ein Team war noch schlechter.
Der zweite Neuling war es allerdings nicht. Audi, die das Sauber-Team übernommen haben, sortierte sich mit dem ersten eigenen Motor und eigenem Auto direkt mal im Mittelfeld zwischen den Schlusslichtern und Alpine, Haas und Williams ein. Damit können die Deutschen sehr zufrieden sein. Höhere Ziele steckt man sich erst für die nächsten Jahre.
Ganz hinten sortiert sich allerdings nach den Testfahrten und in meiner Prognose Aston Martin ein. Eigentlich wollte man ja mit Star-Designer Adrian Newey vorne angreifen. Jetzt liegt man mit Motorenpartner Honda ganz am Ende des Feldes. Die Abstände nach vorne waren angsteinflößend und es sollten schnellstmöglich Lösungen her, bevor es zu spät ist. Wenn es wirklich so weiter geht, wovon ich leider aktuell ausgehe, sehe ich das Team die Rote Laterne tragen und damit auch den schwächeren der beiden Fahrer Lance Stroll.
Zum Schluss komme ich noch zu meinen Hottakes:
- Isack Hadjar holt mindestens 5 Podien
- Lawrence Stroll verkauft Aston Martin nach der Saison aufgrund des mangelnden Erfolges
Das ist meine Prognose für die Formel 1 Saison 2026. Ich freue mich schon auf den Saisonstart am Wochenende in Melbourne, zu gewohnt frühen Zeiten.
Danke fürs Lesen und euer Interesse und bis zum nächsten Mal.

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